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Das Gegenteil der Fehlsichtigkeit. Die Maße des Auges sind ideal. Baulänge und optische Brechkraft des Auges sind optimal aufeinander abgestimmt.
Gegenstände in der Ferne werden anstrengungslos scharf in der Netzhautgrube abgebildet. Die Fähigkeit der Augenlinse zur Nahanpassung (Akkommodation) ist anstrengungslos möglich.
Ein fehlsichtiges Auge hat eine geringfügige Abweichung vom Idealmaß. Die kleine Ungenauigkeiten in der Baulänge des Auges hat eine ebensolche kleine Ungenauigkeit in der physikalisch-optischen Abbildung des Auges zur Folge.
Reduziert die Fehlsichtigkeit die Sehschärfe auf ein nicht tolerierbares Maß und/oder ruft Beschwerden hervor, ist eine genaue Augenglasbestimmung und eine entsprechende Korrektion anzuraten.
Die normale Fehlsichtigkeit ist keine Krankheit!
Selten: Fehlsichtigkeiten, die der augenärztlichen Betreuung bedürfen
Pathologische Ametropien werden hervorgerufen durch abnorme Veränderungen des Auges. Dazu gehören, durch Krankheiten hervorgerufene Veränderung des Augenbrechwertes z.B. bei Diabetes, Schilddrüsenerkrankung und durch die Einnahme starker Medikamente. Weiterhin die Gefahr der Netzhautschädigung bei progressiver Myopie verursacht durch anormales, anhaltendes Längenwachstum des Auges.
Auch als Krankheit anzusehen ist der Keratokonus bzw. Keratoglobus. Dies ist eine krankhafte Vorwölbung der Hornhaut.

Myopie kommt aus dem Griechischen und bedeutet "blinzelnd Sehen".
Man erkennt unkorrigierte Kurzsichtige an den zusammen gekniffenen Augen beim Blick in die Ferne.
Die Brennweite des kurzsichtigen Auges ist zu kurz.
Beim Blick in die Ferne entsteht das scharfe Bild schon vor der Netzhaut. Dadurch kommt in der Netzhautgrube nur ein unscharfes Bild an. In nahen Abständen sehen Kurzsichtige in Abhängigkeit vom Grad der Kurzsichtigkeit besser.
Sehr stark Kurzsichtige müssen, um scharf zu sehen, die Dinge bis auf wenige Zentimeter an das Auge heranführen.
Ursache der Kurzsichtigkeit
Die Augenlänge steht nicht im richtigen Verhältnis zum Gesamtbrechwert des Auges. Das Auge ist gegenüber seiner optischen Brechkraft zu lang und/oder das optische System des Auges, bestehend aus Hornhaut und Augenlinse ist zu stark brechend.
Info: eine Längenabweichung des Augapfels von 1mm hat eine Fehlsichtigkeit von ca. 3dpt zur Folge.

Um die Kurzsichtigkeit zu korrigieren, bedarf es einer Verringerung des Brechwertes mit optischen Mitteln. Ein Brillenglas oder eine Kontaktlinse, die das Licht genau soviel zerstreut, das der Brennpunkt in die Netzhautgrube rückt, erzeugt eine scharfe Abbildung.
Pathologische Ametropien
Darunter versteht man die Fehlsichtigkeiten, die durch abnorme Veränderungen des Auges hervorgerufen werden. Pathologische Ametropien bedürfen der Betreuung durch den Augenarzt.

Beim übersichtigen Auge wird das Licht nicht stark genug gebrochen, um auf der Netzhaut ein scharfes Bild entstehen zu lassen. Der Brennpunkt liegt virtuell hinter dem Auge.
Ursache der Übersichtigkeit
Die Augenlänge steht nicht im richtigen Verhältnis zum Gesamtbrechwert des Auges. Das Auge ist gegenüber seiner optischen Brechkraft zu kurz. Das optische System des Auges, bestehend aus Hornhaut und Augenlinse ist zu schwach.
Info: eine Längenabweichung des Augapfels von 1mm hat eine Fehlsichtigkeit von ca. 3dpt zur Folge.
Nahakkommodation
Junge Menschen (bis ca. 43-36 Jahre) können durch Anstrengung die Brechkraft des Auges vergrößern (Nahakkommodation). Die Nahakkommodation ist vorgesehen für die Scharfeinstellung naher Gegenstände.
Junge Übersichtige nutzen diese Brechkraftvergrößerung aus, um weit entfernte Dinge scharf zu stellen. Dies ist je nach Alter und Grad der Übersichtigkeit mehr oder weniger erfolgreich. Ist die Übersichtigkeit sehr groß, wird der Übersichtige älter oder arbeitet er oft in kurzen Arbeitsabständen, dann wird dieser Ausgleich anstrengend und ermüdend. Sogar Kopfschmerzen und Augenbrennen können die Folge sein.
Man bedenke: für die Scharfeinstellung naher Gegenstände ist dann, falls noch Reserven vorhanden sind, nochmals extra Anstrengung erforderlich.

Um die Übersichtigkeit zu korrigieren, bedarf es einer Erhöhung des Brechwertes mit optischen Mitteln. Ein Brillenglas oder eine Kontaktlinse, die das Licht genau soviel sammelt, das der Brennpunkt in die Netzhautgrube vorrückt, erzeugt eine scharfe Abbildung und lässt anstrengungslos sehen und arbeiten.
Pathologische Ametropien
Darunter versteht man die Fehlsichtigkeiten, die durch abnorme Veränderungen des Auges hervorgerufen werden. Pathologische Ametropien bedürfen der Betreuung durch den Augenarzt.

Astigmatismus (stigma = Punkt) heißt wörtlich übersetzt: „nicht-punkt-förmiges-Sehen“. Die Bezeichnung „Hornhautverkrümmung“ ist zwar sehr verbreitet, aber nicht besonders passend. Zum Einen ruft die Bezeichnung einen unangenehmen Eindruck hervor, zum Anderen ist die Ursache für den Astigmatismus oft gar nicht die verkrümmte Hornhaut. Deshalb benutzen Fachleute lieber den Ausdruck Stabsichtigkeit.
Stabsichtigkeit ist eine weitere Fehlsichtigkeit, die zusätzlich zur Kurz- oder Weitsichtigkeit auftritt. Sie ist in kleineren Größen recht verbreitet. Ca. 80% unserer Kundschaft hat eine korrektionswürdige Stabsichtigkeit, aber Größenordnungen über 2,5 dpt sind selten.
Ursache der Stabsichtigkeit
Jedes Auge hat zwei brechende Medien: die Hornhaut als äußere Linse und die innere Augenlinse. Da die Natur häufig nicht ganz perfekt arbeit, sind die Oberflächen dieser Linsen nicht immer völlig gleichmäßig und mit exakten Krümmungsradien ausgestattet.
Vergleich: Ein neuer Fußball ist rund. Er ist in alle Richtungen gleichmäßig gekrümmt. Setzt man sich nun auf den Fußball, wird er oben plattgedrückt. Dadurch ist er von oben nach unten runder, als von links nach rechts; wie ein liegendes Ei. Der senkrechte Radius ist flacher als der waagerechte Radius.
Auch die Oberflächen der Hornhaut und/oder der Augenlinse haben bei Stabsichtikeit senkrecht zueinander unterschiedliche Krümmungen (Radien). Steile Radien brechen Licht stärker, flache Radien brechen Licht schwächer. Eine Differenz der Krümmungsradien von nur 0,05 mm bewirkt eine Stabsichtigkeit von 0,25 dpt.
Abbildung eines stabsichtigen Auges
Da der Brechwert direkt von der Krümmung abhängig ist, hat ein stabsichtiges Auge durch die zwei verschiedenen Krümmungsradien auch zwei Brechwerte, statt bei der reinen Kurzsichtigkeit nur einem.
Die beiden Brechwerte wirken senkrecht zueinander und werden als Hauptschnitte bezeichnet. Die Lage und Brechwertdifferenz der beiden Hauptschnitte beeinflusst die Abbildung im Auge.
Schaut das Auge einen Punkt an, wird dieser durch jeden Hauptschnitt zum Stab verzogen. Die beiden Stäbe liegen senkrecht zueinander und sind je nach Größe der Stabsichtigkeit durch einen gewissen Abstand getrennt. Dadurch entsteht eine verzerrte Abbildung, der Stabsichtige sieht unscharf.

Korrektion der Stabsichtigkeit
Das korrigierende Brillenglas oder Kontaktlinse muss die gleichen Krümmungsradien und damit die gleichen Hauptschnitte wie das astigmatische Auge aufweisen. Durch die Anordnung der Brillenglasachse senkrecht zur Stabsichtigkeit des Auges erfolgt die Vollkorrektion. Die Achse können Sie Ihrem Brillenpasse entnehmen.
Die Hornhautoberfläche ist unregelmäßig verformt. Es lassen sich keine Hauptschnitte zuordnen. Kommt zum Glück selten vor. Oft ist eine Verletzung, ein Keratokonus (krankhafte, kegelförmige Hornhautvorwölbung) oder ein Lidtumor, der auf das Auge drückt, der Grund.
Mit Brillengläsern kann der unregelmäßige Astigmatismus nicht korrigiert werden. Oft sind formstabile Kontaktlinsen, hinter denen die Tränenflüssigkeit ausgleichend wirken kann, eine gute Lösung.